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Wer verbindet mit dem Namen Bush (GWB) nicht sofort das blöde Grinsen und Wörter wie Nucular. Selbst in Nachrichtensendungen im ORF wird immer wieder darauf hingewiesen, wie dumm diese Person ist. Selbst des Lesens ist er wohl nicht mächtig, wie diverse Bilder beweisen, die GWB mit einem verkehrt gehaltenen Buch inmitten von Kindergartenkindern zeigen.

Es gibt kaum etwas, dessen man sich so sicher sein kann, wie von der Dummheit GWBs. Jeder Komiker weiss, daß es ein billiger Lacher ist, wenn man nur den Namen des US-Präsidenten nennt. Und die Amis sind genauso blöd, weil sie das nicht erkennen und den Deppen auch noch zwei mal wählen.

Aber woher wissen wir das eigentlich, wie dumm der Kerl ist. Welche Beispiele kennen wir dafür, die den Typen ganz klar als blöd deklarieren? Wer hat Interesse daran, dieses Bild zu streuen und immer wieder zu schüren?

Woher kommt er?
Jeder weiss, GWB ist der Sohn des Ölmagnaten und Ex-Präsidenten George Bush. Sicherlich ist es auch dieser Umstand, warum GWB auch in eine der besten Schulen der Welt, die Yale University aufgenommen wurde. Aber auch wenn der Vater selbst Absolvent war und auch durchaus solvent, brauchte es etwas wie eine Matura. In den USA gibt es hier einen standardisierten Test, der streng geheim ist, die SATs. GWB hat nach Absolvierung der Phillips Academy an den SATs teilgenommen und ein Ergebnis von 1208 von 1600 möglichen erreicht. Dieses Ergebnisse bedeutet, daß GWB besser war als 80% der anderen Schüler seines Jahrganges. Also gar nicht so schlecht. Es gibt immer wieder Versuche, ein SAT-Ergebnis direkt in einen IQ umzurechnen. Auf http://www.freerepublic.com/focus/f-news/1240592/posts wir hier ein Ergebnis von um die 130 angegeben.

Natürlich würde ein solches Ergebnis noch lange nicht dazu reichen, ohne das Geld vom Papa nach Yale zu kommen. Yale verlangt für die Bewerbung auf Merit-Basis SATs von 1400 und besser als 97% der Studenten zu sein.

Trotzdem war die Matura vom GWB nicht so schlecht und darum wurde er nicht nur in Yale zum Geschichtsstudium aufgenommen, sondern schloss dort auch ab.

Nach seiner Zeit in der Armee (damals war Vietnam Krieg) setzte er seine Ausbildung fort, und fügte dem unpraktischen Geschichtsstudium noch einen sehr praxisorientierten MBA in der Harvard Business School an. Die HBS ist der Heilige Gral aller Wirtschaftswissenschafter, und der MBA ist auch hierzulande inzwischen ein finanziell extrem wertvoller Abschluss.

GWB bezeichnete in Interviews seinen Studienerfolg immer mit „mittelmäßig“, waren doch seine schlechtesten Noten beim Studium zweimal Drei-minus.

Gar nicht schlecht für jemanden, der angeblich Europa nicht auf einer Landkarte finden kann. Aber klar, da hat wohl der Papa nachgeholfen. Der war ja damals schon Senator. Wenn die beiden genannten Universitäten jedem Sohn eines Senators nicht nur Platz einräumten, sondern auch den dümmsten von ihnen einen Abschluss ermöglichen würden, dann wäre der dortige Abschluss wohl nicht mehr so viel wert, wie er das in den USA heute ist. Sicher hat Bush senior seinem Sohn einen Platz verschafft, aber abgeschlossen hat GWB selber.

Aber was sagt akademische Bildung schon aus?
Die bekannteste privatwirtschaftliche Unternehmung GWBs nach seinem Abschluss war seine Beteiligung an dem Baseballteam Texas Rangers. Hier kaufte er sich um 800.000 Dollar ein (fraglos Geld vom Papa). Dort arbeitete er am Vereinsgeschick mit und beging einen großen Faux Pas, der in den USA immer noch in Erinnerung ist. Er verkaufte den späteren Superstar Sammie Sosa an die Chicago Cubs. Trotz dieser Misskalkulation half er die Rangers aus einer Krise zu führen und mehrte den Wert des Unternehmens innerhalb von 5 Jahren um das Vielfache. Als er 1994 Gouverneur von Texas wurde, verkaufte er seinen Anteil an dem Team um 15 Mio Dollar.

Und als Politiker?
1994 wurde er Politiker und führte den Bundesstaat Texas mit seinen 23 Mio Einwohnern. Seine Politik dort war so populär, daß er 1998 mit 69% der Stimmen wiedergewählt wurde. Viele seiner Agenden damals waren religiös inspiriert, aber genau das kam bei seinen Wählern wohl an.

Was dann bei der Präsidentschaftswahl 2000 passierte, dazu kann man geteilter Meinung sein. Klar ist, daß er weniger Stimmen als Al Gore erreicht hat. Trotzdem hat ihm das Wahlsystem, daß seit hunderten von Jahren im Einsatz ist, den Sieg ermöglicht. Auch die diversen Schiebungen, die es gegeben haben mag, zeugten allerdings eher von einer Intelligenz als von einem Dummerchen.

Wo Rauch ist, ist doch sicher auch Feuer
Von irgendwo muss diese behauptete Dummheit ja wohl herkommen. Hier kann man ganz klar mit dem Finger auf die US-Demokraten beim Wahlkampf 2000 zeigen. Das Argument begann damit, die Frage zu stellen, warum dieser „Student mit mittelmäßigem Erfolg“ ins Weisse Haus soll und nicht der Beste des Jahrgangs.

Man vergleiche auch das Bild in den Medien mit dem Vizepräsidenten von Bush Senior. Viele haben es inzwischen vergessen, aber gegen Dan Quayle wurde schon genau die selbe Kampagne geführt. Dieser hatte zwar Politikwissenschaft und Jura studiert aber im Gegensatz zu GWB nicht in der Ivy League. Als er ins Schussfeld der Demokraten fiel (die mehrfach Angst vor dem jungen Medienpolitiker bekundeten) wurde ebenfalls die Dummheitskarte gezogen.

Am Ende seiner Amtszeit 1992 und als er sich schon als Präsidentschaftskandidat der Republikaner positionierte, unterlief ihm ein folgenschwerer Irrtum, der seine Dummheit bewies. Bei einem Buchstabierwettbewerb (Im Englischen ist die Aussprache so weit von der Schreibweise entfernt, daß es solche Wettbewerbe gibt) besserte er als Gast die korrekte Schreibweise von POTATO auf die archaische POTATOE aus. Das ist fast so schlimm, wie wenn ein Vierzigjähriger Politiker das Wort Gämse mit Gemse korrigiert! Diese Sache wurde so weit aufgebauscht, und so oft wiederholt, daß er nach der Wahlniederlage 1992 gegen Bill Clinton kaum mehr ein politischer Faktor war.

Die Demokraten hatten also einen unlieben Politiker mit der Dummheitskeule fertiggemacht und setzen diese Waffe nun erneut ein. Aber auch in den USA sind die Gedächtnisse lang genug, um zehn Jahre später noch Parallelen zu ziehen. Von unseren hochbezahlten Politischen Analysten im Fernsehen gar nicht zu reden.

 Ein Säufer
Wir leben in einem Land, in dem sich 15 jährige wöchentlich zudröhnen und von jedem bis zum Politiker das Saufen verlangt wird, und haben die Frechheit einem US-Politiker vorzuwerfen, daß er erst seit 20 Jahren auf Alkohol verzichtet?

Der Sprachfehler
Ein gutes Argument ist auch seine Aussprache von komplizierten Wörtern. Ich bin relativ sicher, daß er das ähnlich wie  Arnie teilweise mit Absicht macht, um wie sein Wahlvolk zu klingen. Ich freue mich auch immer über die Aussprache des österreichischen Bundeskanzlers, Finanzministers und Anderen, die ja auch nicht wirlkich wie Doktoren klingen. Aber denen wird es wenigstens nicht vorgeworfen.

The Smoking Gun
Bei der Polizeiarbeit im Krimi wird immer nach Means, Motive und Opportunity (Mittel, Motiv und Gelegenheit) gesucht. Ich unterstelle den Demokraten alle drei Faktoren und führe auch noch den Schulabschluss von GWB ins Feld.

Ich wäre gespannt, von einem meiner intelligenten Leser zu hören, der nicht in den letzten 4 Jahren mindestens einen Augenblick hatte, bei dem ihn ein anwesendes Kamerateam als Dumm darstellen hätte können. Ich selbst schätze ich mich als nicht viel intelligenter als GWB ein. Der Mann erfüllt politisch genau die Wünsche seiner Wählerschaft. Der Mann macht offensive Aussen- und Innenpolitik, die die USA seit 6 Jahren terrorfrei machen.

 Hoffentlich besucht ihr trotzdem den Blog dieses Idioten weiter.

Als Wirtschaftswissenschaftler ist es mir immer wieder sauer aufgestossen, wenn vor einiger Zeit immer wieder die ÖBB thematisiert wurde ohne wirkliche Lösungsvorschläge zu präsentieren.

Die einzigen Vorschläge damals gingen darauf hin, möglichst viel Personal abzubauen und die Preise zu erhöhen – also genau die Strategie, die schon beim Konsum so gut funktioniert hat. Ob sich die Politiker nun Rechts oder Links nannten, darüber hinaus wurde nichts versucht oder auch nur angesprochen.

Die Auswirkungen dieser Politik wurden hingegen ausreichend diskutiert. Hohe Kosten im Bundesbudget. Viele zusätzliche Frühpensionisten und Arbeitslose bei gleichzeitig schlechter werdendem Schienennetz und Preise, zu den man sich als 3-4 köpfige Familie schon mal ein Mietauto leisten kann statt im Zug zu fahren.

Ich versuche hier mal eine andere Möglichkeit herauszuarbeiten, um diesem Problem, und möglicherweise noch weiteren, Herr zu werden und würde mich über Kritik und Diskussion oder idealerweise Weiterverbreitung der Idee sehr freuen.

Als wissenschaftliche Basis für meine Vergleiche verwende ich das anerkannte Konzept der Dairy Girl Calculation (DGC), als numerische Basis jeweils die publizierten Zahlen der OEBB Bilanz 2004.

Was sind die Wurzeln und Aufgaben der ÖBB?
Die Eisenbahnsysteme wurden in den meisten Ländern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufgebaut. In manchen Ländern (USA) erfolgte dies von Anfang an durch Private Geldgeber was zur Entwicklung der AG viel beigetragen hat. Hier in Europa wurden diese Netze zumeist durch die öffentliche Hand im Namen der jeweiligen Feudalherren finanziert. Beim Übergang in modernere politische Systeme gingen diese dann in Staatsbesitz über. So gesehen gehört ein Stück der ÖBB jedem von uns. Der Wert der ÖBB ist rund 17,5 Mrd Euro, das ist also ein Anteil von über 2000 Euro der jedem von uns gehört und den man nicht wegwerfen will. Andererseits zahlen wir rund 3 Milliarden / Jahr ein, um das System am Laufen zu halten und die meisten von uns verwenden sie gar nicht, weil sie unbequem und teuer sind.

Weiters ist die Bahn das definitiv umweltschonendste und sicherste Fernverkehrsmittel wenn die Trassen schon mal daliegen und die Zugführer nicht betrunken sind. Der Energieeinsatz ist im Gegensatz zum Auto und Flugzeug vernachlässigbar und zusätzlich durch im Inland herstellbaren Ökostrom machbar.

Der gegangene Weg
In der Bahn wird rationalisiert was geht. Strecken werden eingespart, die Preise werden hochgesetzt, Personal wird in den Vorruhestand geschickt. Die ersten 2 Punkte machen also das Bahnfahren weniger attraktiv während der 3. Punkt die Volkswirtschaftlichen Kosten erhöht. Tolle Lösung, weil wenn daraufhin weniger Leute mit der Bahn fahren, können wir das gleiche Rezept im nächsten Jahr wieder anwenden.

Ein neuer Weg
Österreich ist ein Land des Tourismus, aber auch der Pendler. Lasst uns mal überlegen was passiert, wenn die 2. Klasse des Personentransportes durch die ÖBB GRATIS wäre. Ganz Gratis ist er ja trotzdem nicht, weil wir ja ohnehin bereits 400 Euro im Jahr einzahlen (oder jeder Steuerzahler das Doppelte – wie man es auch sehen will). Neben den bestehenden Zuzahlungen aus dem Steuertopf von 3000 Mio Euro sind die Erträge des Personenverkehrs von 560 Mio ja nicht so wichtig.
Schritt 1 -> die bestehenden Züge sind voll.
Ich danke davon kann man ausgehen, daß die Züge dann ganz klar das attraktivste Verkehrsmittel würden. Ich glaube nicht, daß wir indische Verhältnisse bekämen, weil die Leute ja trotzdem mit dem Auto fahren können, wenn es zu unangenehm würde. Daher würde sich zwischen Zügen und Autostraßen eine Balance einpendeln, die der Identität des Autos als Luxusgut weit mehr entspräche als die Situation heute.
+Urlaub in Österreich würde weit attraktiver
+die Strassen entlastet
+die Umwelt geschont
-die Züge überfüllt was uns zu Punkt 2 bringt

Schritt 2 -> mehr Züge einsetzen
Österreich hat mit SGP eine hervorragende Eisenbahnschmiede. Es würde großen Bedarf an mehr und moderneren Zügen geben. Nebenstrecken würden wieder „rentabel“ – sprich benutzt. Alles ÖBB Personal das im Moment mit der Einhebung von Tarifen zu tun hat müsste zum Betrieb umgeschult werden und trotzdem hätte man massiven Personalmangel. Nun würde hier ja wohl definitiv Gemeinnutzen geschaffen, wenn Leute anstatt aus den Arbeitslosentöpfen nun von den ÖBB Töpfen bezahlt würden. Weiters würde die gesamte Administration und auch die Summen der Pendlerpauschalen (230 Mio) und Schülerfreifahrten für die Finanzierung der boomenden ÖBB freiwerden.
+Aufträge für österreichische Industrie
+Entlastung des Arbeitsmarktes
+Zugewinn an Mobilität
-Höhere Steuerlasten

Schritt 3 -> Langfristig denken
Ein Boom der ÖBB macht Zwangsweise den Individualverkehr weniger attraktiv. Die Leute würden weniger (im Ausland gebaute) Autos kaufen. Weniger (im Ausland gefundenes) Benzin verfahren und müssten weniger besoffen Autofahren.
Daher würde unsere Handelsbilanz sich massiv Verbessern und sich die Abhängigkeit von fossilen Treibstoffen massiv reduzieren. Benzin und Autos könnten klar als Luxusgüter definiert und massiv verteuert werden.

Dafür wäre der tägliche Verkehrsstau auch eine Sache der Geschichte und das Autofahren hätte wieder was von Genuss und Freude. Die Arbeitslosen im Fahrzeughandel würden dann durch den zusätzlichen Konsum in anderen Sparten wieder unterkommen. Die Leute würden ja trotzdem ihr Geld ausgeben, das sie dann nicht mehr in Mobilität investieren und fast jede Sparte hat einen höheren Anteil an österreichischer Produktion als die Automobilindustrie.
+Ökobilanz
+Import/Exportbilanz
+Mobilität für Alle
-weniger Mineralölsteuern?

Eine wirklich interessante offene Frage ist folgende: Wieviel kostet und wieviel bringt das langfristig? Meiner Einschätzung nach würde das sicherlich mehr kosten als was wir bisher Zahlen (400 Euro) aber nicht unbeschränkt viel, weil wir dann trotzdem nicht den ganzen Tag Bahn fahren würden nur weils gratis ist. Manche von uns würden trotzdem in ihren Jobs, Vorlesungen oder vor ihren Playstations sitzen.

Langfristig würde es weniger Arbeitslose und Pensionisten geben und die Wertschöpfung im Land würde steigen. Die zusätzliche Mobilität würde den Tourismus ankurbeln und Zersiedelung fördern. Insgesamt sehe ich die zusätzlichen Kosten als gut ausgegebenes Geld, weil diese Massnahme die Lebensqualität (=Wohlstand) in Österreich deutlich heben würde. Mir ist klar, daß es sich hier um stark vereinfachtes Aufrechnen von Beträgen handelt, weshalb ich ja am Anfang schon auf die zugrundeliegende DGC verwiesen habe.

Liberal?
Unmittelbar wirken diese Ideen sozialistisch bis kommunistisch – dessen bin ich mir wohl bewusst. Allerdings würden staatliche Strukturen schlanker durch die Einsparung an Verwaltung von Pendlerpauschalen, Steuerausgleichen und ähnlichem. Damit gäbe es mehr Leute, die etwas Sinnvolles machen können (wie Fussball spielen).

Jedenfalls würde diese Maßnahme allerdings den starken wirtschaftlichen Druck von der Bevölkerung nehmen, sich ein Auto leisten zu müssen weil sie sonst nicht zur Arbeit kämen. Daher käme es zu einem freien Spiel der Kräfte bei der Entscheidung zwischen Auto und Bahn – und es wäre ein echter Schritt in die Richtung der urliberalen Forderung nach einem Volkseinkommen.

Ich finde selbst jedenfalls kein Loch in meiner Argumentation und vielleicht liest diesen Artikel ja wirklich einmal jemand an einer entscheidenden Stelle, der dann eine Studie zur wirklichen Abschätzung der angesprochenen Kosten in Auftrag geben könnte. Das diese Option nicht einmal diskutiert wird, finde ich jedenfalls extrem schade.